


Internationale Konferenz “Rolle der Medien bei Dekolonisierung“ tagt in Baku
Baku, 11. Juli, AZERTAC
In Baku fand die internationale Konferenz „Medien und Dekolonisierung: Erstarkende Stimmen, stärkere Narrative“ statt, die von der Baku-Initiativgruppe (BIG) organisiert wurde. An der Sitzung nahmen Medienvertreter aus ehemaligen und aktuellen Kolonialgebieten, Journalisten, Diplomaten, Forscher, politische Analysten und Vertreter der Zivilgesellschaft teil.
Im Mittelpunkt standen die Rolle der Medien bei der Stärkung der Stimmen von Menschen in kolonial geprägten Gebieten sowie Themen wie wirtschaftliche Ausbeutung, Ressourcenraub, kulturelle Auslöschung, systemische Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen. Diskutiert wurden zudem der Abbau von Informationsbarrieren, der Einsatz Künstlicher Intelligenz gegen Desinformation sowie die engere Zusammenarbeit internationaler Medien.
Die Teilnehmer betonten, dass Medien nicht nur der Informationsvermittlung dienen, sondern auch zur Sensibilisierung der internationalen Öffentlichkeit und zur Rechenschaftspflicht beitragen sollten. Erörtert wurden außerdem die Dokumentation historischer Missstände, faktenbasierter Journalismus und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Journalisten, Menschenrechtsverteidigern und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Im Rahmen der Konferenz unterzeichneten die Baku-Initiativgruppe und das Institut für fortgeschrittene internationale Studien des Außenministeriums von Burkina Faso ein Memorandum über Zusammenarbeit. Die Vereinbarung sieht gemeinsame Forschungsprojekte, Expertenaustausch, internationale Konferenzen und Schulungsprogramme zum Thema Dekolonisierung vor.
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