


Aserbaidschan stärkt seine Position als Bindeglied zwischen verschiedenen geopolitischen Räumen
Baku, 7. August, AZERTAC
Die Reisen des aserbaidschanischen Außenministers Jeyhun Bayramov nach Moskau im Juli und nach Kiew Anfang August verdeutlichen laut dem Experten Abulfaz Babazade den pragmatischen und an nationalen Interessen orientierten außenpolitischen Kurs Aserbaidschans.
Dabei gehe es nicht um eine Politik der „gleichen Distanz“, sondern um strategische Eigenständigkeit und die Fähigkeit, Beziehungen zu verschiedenen Machtzentren auf Grundlage konkreter nationaler Interessen zu gestalten.
Die Zusammenarbeit mit Russland konzentriere sich unter anderem auf Wirtschaft, Handel und Verkehr, während die Beziehungen zur Ukraine zunehmend Bereiche wie Energie, Investitionen, Wiederaufbau und humanitäre Hilfe umfassen. Minister Bayramov habe in Kiew zudem die Unterstützung Aserbaidschans für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine bekräftigt.
Nach Einschätzung des Experten stärkt Aserbaidschan durch seine Beziehungen zu Russland, der Ukraine, der Türkei und Europa seine Rolle als Verbindungsstaat zwischen unterschiedlichen geopolitischen Räumen und gewinnt dadurch zusätzliches diplomatisches Gewicht.
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