


Dänemark: Ein Mann findet seltenen goldenen Ohrring
Baku, 6. Dezember, AZERTAC
Ein Mann in Dänemark hat auf einem Feld einen seltenen goldenen Ohrring gefunden. Vermutlich stammt das Stück aus dem Nahen Osten und wurde im 11. Jahrhundert gefertigt. Der 54-jährige Frants Fugl Vestergaard habe den Schmuck mithilfe eines Metalldetektors auf einem Feld in Westjütland entdeckt, teilte das Nationalmuseum in Kopenhagen mit.
Ein solches Objekt sei zuvor noch nie in Skandinavien gefunden worden. Der Ohrring stamme wahrscheinlich aus Byzanz oder Ägypten und sei vermutlich ein Geschenk des Kaisers von Byzanz an einen Wikingerhäuptling gewesen, heißt es in einer Mitteilung. Von Montag an wird das Schmuckstück im Museum ausgestellt.
Keine Wikingerstätte in der Nähe bekannt - “Es ist für uns völlig einzigartig“, sagte Museumsexperte Peter Pentz. “Wir kennen weltweit nur zehn bis zwölf andere Exemplare und haben noch nie eines in Skandinavien gefunden.“ Die Wikinger hätten von ihren Streifzügen, Reisen und Handelsexpeditionen zwar Tausende Silbermünzen mitgebracht, aber kaum Schmuck, sagte Pentz.
Er zeigte sich überrascht vom Fundort - denn in der Nähe gibt es keine bekannte Wikingerstätte. Zuvor war in Wikingergräbern bereits Gold aus Byzanz als Grabbeigabe gefunden worden.
Der Ohrring besteht aus einer halbmondförmigen Goldplatte, die in einen Rahmen aus Goldfäden eingelegt ist. Der Rahmen ist mit kleinen Goldkugeln und Goldbändern verziert. Als Motiv sind zwei stilisierte Vögel um eine Pflanze, die den Baum des Lebens symbolisiert, zu sehen.
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