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Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und Dürre – am 17. Juni

Baku, 17. Juni, AZERTAC
Der Einfluss extremer Dürren nimmt zu. Weltweit leiden jedes Jahr ca. 55 Millionen Menschen an ihren Folgen. Insgesamt sind sogar 40 % der Weltbevölkerung (ca. 3,2 Milliarden Menschen) in unterschiedlicher Weise von Wasserknappheit betroffen. Man erwartet, dass bis 2030 Dürren zur Flucht von bis zu 700 Millionen Menschen führen könnten. Um das öffentliche Bewusstsein für die internationalen Bestrebungen zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürren zu fördern, wird der Welttag jedes Jahr am 17. Juni begangen. Er wurde 1994 in Ergänzung zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung beschlossen. Dessen Ziel ist die Vermeidung von Wüstenbildung und Landdegradation und die Reduzierung des Einflusses von Dürren auf gefährdete Bevölkerungsgruppen.
Das Leben an Land ist in Gefahr - Die Zukunft unserer Böden steht auf dem Spiel: Wüstenbildung, Landdegradierung und Dürre gehören zu den rängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Bereits heute gelten bis zu 40 % der weltweiten Landfläche als degradiert.
95 % unserer Nahrungsmittel basieren auf gesundem Boden. Er versorgt uns mit Kleidung und Unterkunft, schafft Arbeitsplätze und ist Lebensgrundlage unzähliger Menschen. Gleichzeitig ist er von immer extremer werdenden Wetterereignissen bedroht: Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände.
Nicht nachhaltige Produktions- und Konsummuster und anhaltendes Bevölkerungswachstum treiben den Bedarf an natürlichen Ressourcen rasant in die Höhe. Bis 2050 werden zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben, die auf gesunde Böden angewiesen sind. Doch jede Sekunde wird eine Fläche von vier Fußballfeldern an gesundem Boden zerstört. Jährlich beläuft sich das auf rund 100 Millionen Hektar weltweit.
Wüstenbildung und Dürre tragen darüber hinaus zu Migration und Vertreibung bei. Jedes Jahr sind Millionen von Menschen diesem Risiko durch Umweltereignisse ausgesetzt. Wir müssen daher Landdegradierung als Ursache von Konflikten und Instabilität adressieren.

2026-06-17 15:16:00