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9. September - Internationaler Tag zum Schutz der Bildung vor Angriffen

Baku, 9. September, AZERTAC

Die Vereinten Nationen, die UNESCO und UNICEF möchten am 09. September 2026 mit dem Internationalen Tag zum Schutz der Bildung vor Angriffen auf die Notlage von Millionen von Kindern aufmerksam machen. Seit dem Jahr 2020 wird dieser Aktionstag der Vereinten Nationen jährlich begangen. Die Ausrufung des Tages initiiert hat der Staat Katar.
Der Tag soll darauf aufmerksam machen, dass die Regierungen dafür verantwortlich sind, dass allen Lernenden ein sicheres Umfeld zum Lernen zusteht und ihnen eine integrative und gerechte Qualitätsbildung gewährt werden soll. Vor allem in Notsituationen müssen bei Bedarf die Mittel aufgestockt werden, um ein sicheres schulisches Umfeld zur Verfügung zu stellen. Alle Maßnahmen müssen ergriffen werden, um Lernende, Lehrende und Schulgebäude vor Angriffen zu schützen und den Zugang zur Bildung nicht zu behindern.
Auch in Zeiten bewaffneter Konflikte muss der Zugang zu Bildung gewährleistet sein. Andernfalls drohen ganze Generationen heranzuwachsen, denen wichtige Fähigkeiten fehlen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und einen Beitrag zur Entwicklung ihrer Länder und Volkswirtschaften zu leisten. Der ohnehin große Leidensdruck wird durch den fehlenden Zugang zu sicherer Bildung zusätzlich verschärft. Um das Recht auf Bildung zu gewährleisten, muss Bildung selbst geschützt werden. Schulen müssen daher auch über den Internationalen Tag zum Schutz der Bildung vor Angriffen hinaus sichere Orte bleiben, an denen Kinder und Jugendliche vor Bedrohungen geschützt sind.
Mehr als 35 Millionen Kinder im Grundschulalter haben in Subsahara-Afrika keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Weltweit sind es rund 64 Millionen Kinder. Rund 750 Millionen Menschen können weltweit weder lesen noch schreiben, weil ihnen der Zugang zu einer ausreichenden Schulbildung fehlte. Fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen.
Zu den größten Herausforderungen im Bildungsbereich zählen weltweit der Zugang zu Bildung, ihre Finanzierbarkeit und Qualität sowie der zunehmende Lehrkräftemangel.

Wissenschaft und bildung 2026-09-09 14:40:00