


Urbanisierung in Aserbaidschan und neue Strategien der Wohnungspolitik
Baku, 10. Juni, AZERTAC
Aserbaidschan verzeichnet seit der Unabhängigkeit eine rasche Urbanisierung und bedeutende Fortschritte in der Wohnungspolitik. Mehr als 55 Prozent der Bevölkerung leben inzwischen in Städten, wobei sich ein großer Teil in Baku und auf der Halbinsel Abscheron konzentriert.
Laut einer Analyse der Aserbaidschanischen Technischen Universität werden bis 2040 im Rahmen des neuen Stadtentwicklungsplans für Baku ein polyzentrisches Stadtmodell sowie eine stärkere Integration des öffentlichen Verkehrs angestrebt. Zudem wird ein zusätzlicher Bedarf von rund 143.000 Wohnungen prognostiziert.
Die Wohnungspolitik basiert vor allem auf drei Mechanismen: dem staatlichen Wohnungsbau durch die Agentur MIDA, dem „Rent-to-Own“-Modell sowie dem Hypothekensystem. Diese Programme haben bereits Zehntausenden Familien den Zugang zu Wohnraum ermöglicht.
Trotz wachsender Bauaktivität bestehen weiterhin Herausforderungen, darunter steigende Immobilienpreise und eine teilweise unzureichende Anpassung der Wohnungsgrößen an die Bedürfnisse junger Familien. Experten empfehlen daher mehr Transparenz, regionale Entwicklung sowie nachhaltige Baukonzepte.
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